Portrait von Josef Schneider

Josef Schneider wurde am 15. Mai 1955 von Papst Pius XII. zum Bischof ernannt und am 13. Juli 1955 geweiht.

Nach dem Abitur besuchte Josef Schneider das Collegium Germanicum in Rom und danach die Päpstliche Universität. Am 25. Oktober 1931 erhielt der die Priesterweihe und ging anschließend als Seelsorger nach Michelfeld. Erzbischof Jacobus von Hauck schickte ihn 1932 zurück zum Studium nach Rom. Nach seiner Rückkehr als Doktor der Philosophie und Theologie war er wieder als Seelsorger tätig, u.a. in Bamberg und in Trunstadt. Von 1945 bis 1955 unterrichtete der zukünftige Erzbischof Moral- und Pastoraltheologie an der Universität Bamberg. 1955 wurde er zum Bamberger Erzbischof ernannt. Noch im ersten Amtsjahr erhöhte er die Zahl der Pfarreien in der Erzdiözese um 15 und weihte viele neue Priester. Josef Schneider nahm am II. Vatikanischen Konzil teil und wurde 1964 in die Kommission zur Überarbeitung des kirchlichen Gesetzbuches berufen. Die Teilnahme am II. Vatikanum stellte wohl den Höhepunkt seines Episkopats dar. Im Anschluss an das Konzil setzte er die Beschlüsse in seiner Diözese und schaffte etwa eine flächendeckende Rätestruktur. 1966 lud Josef Schneider zum 81. Deutschen Katholikentag nach Bamberg ein, zu dem 5000 Besucher kamen. Zum 850-jährigen Jubiläum der Pommernmission Ottos II. besuchte er 1974 Stettin.

Am 30. Juli 1976 bat er um die Entbindung seiner Pflichten, am 18. Januar 1998 starb Alterzbischof Josef Schneider im Alter von 92 Jahren.