Portrait Bischof Suidger / Papst Clemens II.

Als Nachfolger von Bischof Eberhard I. bestieg Suidger (1040-1047), der Kaplan König Heinrichs III., den Bamberger Bischofsstuhl. Nach sechsjähriger Amtszeit wurde er Papst. Als Bischof von Bamberg gründete Suidger das Benediktinerkloster Theres am Main und nahm es als Papst 1047 unter apostolischen Schutz.

1046 reiste Suidger mit König Heinrich III. nach Italien. Dort wollte der König den Ämterkauf an der Kurie beseitigen und das Papsttum stärken. Als die Gesandtschaft angekommen war, stritten sich drei Männer um den Stuhl Petri. Heinrich III. setzte Benedikt IX. ab. Dafür wurde der Bamberger Bischof Suidger von Klerus und Volk zum Papst gewählt. Am Weihnachtstag 1046 wird er im Petersdom inthronisiert und nimmt den Namen Clemens II. an. Am gleichen Tag noch krönte er Heinrich III. zum Kaiser und dessen Frau Agnes zur Kaiserin.

Auch während seines Pontifikats behielt Clemens die Leitung seines Bistums Bamberg bei. Doch bereits nach gut neun Monaten als Oberhirte der ganzen katholischen Kirche starb er – vermutlich an einer Bleivergiftung – am 9. Oktober 1047 im St. Thomaskloster am Aposella. Sein Leichnam wurde nach Bamberg überführt und gemäß seines Wunsches im Peterschor des Doms beigesetzt. Sein Grab ist das einzig erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen.